Kompetenzen
Über mich
Über mich
HomeImpressum
Interessen
Unterwasser-Rugby
Weltmeistertitel für deutsche UWR-Damen

 

von Britta Müller,

erschienen im Sporttaucher / Heft 8, August 2003

 



Trainer Sven Trunk freut sich mit den deutschen Damen über den WM-Sieg (Zum Vergrößern auf das Bild klicken).

Erstmals in der mehr als 30-jährigen Geschichte des Unterwasser-Rugby holt sich ein deutsches Team die Goldmedaille und verweist die sonst so dominanten Skandinavier auf die Plätze.

 

Austragungsort für die siebte Weltmeisterschaft im Unterwasser-Rugby war vom 26. bis 31. Mai 2003 die dänische Hafenstadt Fredericia. Deutschland schickte sowohl seine Damen- als auch die Herrenauswahl in den hohen Norden und damit in den Vergleich mit der Weltspitze.

 

Ausrufezeichen für künftige Meisterschaften

Elf Nationen traten bei den Herren in zwei Gruppen gegeneinander an. Den Deutschen wurde dabei Tschechien, Schweden, Kolumbien, die Schweiz sowie die USA zugelost. In der zweiten Gruppe spielten Norwegen, Finnland, Dänemark, die Türkei und Russland. In einer souveränen Vorrunde musste sich die deutsche Auswahl lediglich dem amtierenden Weltmeister Schweden mit 0:2 geschlagen geben. Den Kampf um den Einzug ins Halbfinale konnten unsere Herren im Strafstoßwerfen gegen Dänemark mit 2:1 noch klar für sich entscheiden. Doch sowohl im Halbfinale selber als auch im Spiel um Platz drei unterlagen sie dann den starken Mannschaften aus Norwegen und Finnland, die die Plätze zwei und drei belegten. So blieb den deutschen Herren „nur“ der undankbare vierte Rang. Eine hervorragende Leistung, die bereits ein deutliches Ausrufezeichen für die EM 2005 setzt.

 

"Sudden Death" bei den Damen



Konzentration: Torfrau Antje Mau (Nr.2) kurz nach dem Anpfiff im Spiel gegen Dänemark (Zum Vergrößern auf das Bild klicken).

Neben Deutschland, Kolumbien, Schweden, Dänemark und Norwegen traten auch erstmals Damenteams aus den USA und der Türkei an. Auch hier wurde eine Vorrunde in zwei Gruppen gespielt. Dabei wurden die deutschen Damen in eine Gruppe mit Schweden und der Türkei gelost. Nach einem 0:0 gegen den Weltmeister von 1999, Schweden, und einem deutlichen 32:0 gegen die Türkei mussten die deutschen Mädels als Gruppenzweite dennoch in die Zwischenrunde. Hier gelang durch ein schnelles 4:0 der ungefährdete Einzug ins Halbfinale.

 

In diesem lieferten sich unsere Damen einen wahren Krimi gegen Norwegen: Das 0:0 nach Ablauf von regulärer Spielzeit und Verlängerung machte das Penaltywerfen unumgänglich. Mit einem 4:3 hatten die Deutschen letztendlich die stärkeren Nerven und fieberten fortan der finalen Begegnung entgegen. Der neue Gegner war ganz der alte. Wieder trafen die Deutschen auf die Schwedinnen, die ihrerseits im Halbfinale die Kolumbianerinnen hinter sich ließen.

 



Britta Müller mit der WM-Goldmedaille.

Den zahlreich angereisten Fans und Zuschauern bot sich am Finaltag ein an Spannung kaum zu überbietendes Endspiel. Erst nach 3:56 Minuten in der Verlängerung sorgte Stürmerin Kati Vehlow mit dem entscheidenden Treffer für Klarheit.

 

Die deutsche Damennationalmannschaft ist damit nicht nur amtierender Europameister, sondern nun auch Weltmeister im Unterwasser-Rugby!

 

Zurück

© 2006 Britta Müller