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Ohne Show kein „American Way of Live“

 

Marburger Footballer kämpfen um den Klassenerhalt

 

Erschienen in Mittelhessische Anzeigen-Zeitung, 01. Juli 1998

 

Von Britta Müller

 

Marburg. Rücksichtsloser körperlicher Einsatz, Manndeckung, Sprint und Strategie, das meint die amerikanischste aller Sportarten, der „American Football“. Erfolgreich vertreten wird er im Landkreis Marburg-Biedenkopf von den „Marburg Mercenaries“, was übersetzt die „Söldner“ bedeutet. Seine Gründung verdankt der Verein den Brüdern Markus und Matthias Dalwig, die 1991 - nach einem USA-Besuch - die erste Mannschaft ins Leben riefen.

 

Mittlerweile zählen die „Mercenaries“ schon 268 Mitglieder, von denen über 100 in verschiedenen Bereichen des Vereins aktiv sind. So gibt es neben der ersten Mannschaft der Erwachsenen auch eine Jugendmannschaft, die in der ersteh Jugendliga Hessen startet.

 

Beim „American Football“ treten zwei Mannschaften mit je 11 Feldspielern gegeneinander an. Mit dem Anstoß haben die Angreifer vier Versuche, zehn Yards - 1 Yard = 91,44 Zentimeter - des 120 Yard langen Feldes zu überbrücken. Gelingt ihnen dies, erhalten sie erneut vier Versuche, ansonsten wechselt das Angriffsrecht. Ziel ist es, mit dem Ball in die Endzone des Gegners vorzudringen und den so genannten „Touch-down“ zu machen.

 

Nach nur vier Jahren Spielerfahrung schafften die „Söldner“ bereits im vergangenen Jahr den Sprung in die 2. Bundesliga. „In dieser Saison ist unser primäres Ziel der Klassenerhalt“, erklärt Gisela Dalwig, Vize-Präsidentin des Vereins „und ich meine, dass uns das auch bisher ganz gut gelungen ist.“ Zurzeit läuft die Vorrunde der Saison, das heißt, die Mannschaft kann bei ihren Spielen im Marburg Georg-Gaßmann-Stadion den Heimvorteil genießen und sich auf die Unterstützung der zahlreichen und vor allem lautstarken Fans verlassen. Wenn dann die Rückrunde beginnt, müssen die „Söldner“ auf fremden Grund und Boden um ihre Punkte kämpfen.

 

Nicht nur bei den Heimspielen, sondern gerade bei den Auswärtsspielen sind die Chearleader von großer Bedeutung, um ihre Jungs anzufeuern und das Publikum zu begeistern. Die Showeinlagen der immer lächelnden Mädels gehören zum Football dazu wie das ovale Leder-Ei. Show muss sein, denn ohne Show kein „American Way of Live“.

(…)

 

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© 2006 Britta Müller